0

Motoröl – vollsynthetisch vs. teilsynthetisch

Posted April 13th, 2013 in Auto & Zweirad by admin

Jeder Verbrennungsmotor benötigt ein gutes Öl zur Schmierung der beweglichen Teile. Das Motoröl muss dabei in einer größeren Temperaturspanne immer ausreichende Schmiereigenschaften aufweisen. In früheren Jahren kamen meistens noch reine Mineralöle zum Einsatz. Diese haben aber den großen Nachteil, dass sie zur Schlammbildung in der Ölwanne neigen. Deshalb sind kurze Ölwechselintervalle erforderlich. Etwas anders sieht es aber bei den teilsynthetischen und den vollsynthetischen Ölen aus.

Vollsynthetische Motoröle haben hervorragende Eigenschaften

Ein vollsynthetisches Motorenöl wird sozusagen künstlich hergestellt. Es basiert nicht auf Rohöl, sondern wird mittels chemischen Prozessen erzeugt. Es wird im Grunde genommen aus einer Synthese von Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff hergestellt. Diese Synthese bietet eine ideale Grundlage, um noch verschiedene Additive beizumischen. Dadurch lässt sich die Eigenschaft des vollsynthetischen Motorenöls exakt einstellen. Die Folge davon sind deutlich verbesserte Schmiereigenschaften auch unter einer hohen thermischen Belastung. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass derartige Öle völlig neue Viskositätsklassen erlauben. Unter der Viskosität wird die Zähflüssigkeit vom Öl verstanden. Mit mineralischen Motorölen wäre niemals eine Viskosität von unter 10 möglich. Bei den vollsynthetischen Ölen gibt es aber auch Mehrbereichs-Öle mit Viskositätsklassen von beispielsweise 0 W40. In modernen Motoren sollte immer nur ein vollsynthetisches Motoröl verwendet werden. Das Öl ist zwar etwas teurer, aber dafür ist es auch langlebiger, sodass der Abstand zwischen den Ölwechseln sehr viel größer sein kann.

Halbsynthetische Motoröle sind mitunter erforderlich

Vollsynthetische Motoröle haben zwar sehr viele Vorteile, doch können sie nicht in allen Fahrzeugen verwendet werden. Insbesondere bei etwas älteren Autos müssen häufig noch teilsynthetische Motoröle benutzt werden. Das liegt daran, dass die älteren Motoren noch etwas anders gefertigt worden sind. Die Toleranzen der einzelnen Motorkomponenten sind oftmals größer als bei neuen Motoren. Deshalb wird ein Motoröl benötigt, das eine andere molekulare Struktur aufweist. Teilsynthetische Motoröle stellen einen Kompromiss zwischen rein mineralischen Ölen und vollsynthetischen Ölen dar. Sie basieren auf Mineralöl. Den Ölen wird dann je nach Verwendungszweck ein gewisser Anteil von vollsynthetischen Ölen beigemischt. Durch die Beimischung der vollsynthetischen Öle lassen sich ebenfalls einige wichtige Eigenschaften, wie beispielsweise die Schmiereigenschaft und die Temperaturbeständigkeit, verbessern. Der Vorteil von teilsynthetischen Ölen ist, dass sie deutlich günstiger sind als vollsynthetische Motoröle.

Weitere Infos zum richtigen Öl

Ölwegweiser von Liqui Moly – Mit diesem interaktiven Ratgeber findest du das passende Motoröl. Einfach die Fahrzeugart, Marke und Modell auswählen und dann Ergebnisse anschauen.

Leave a Reply