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CE, GS, TÜV – Prüfzeichen im Überblick

Posted Oktober 27th, 2012 in Computer & Technik by admin

Im Rahmen der Globalisierung nimmt die Produktvielfalt zuweilen unübersichtliche Ausmaße an. Gleichzeitig entstehen erhebliche und nicht immer auf den ersten Blick ersichtliche Qualitätsunterschiede. In diesem Zusammenhang kommt den international anerkannten Prüfzeichen wie CE, GS und TÜV wachsende Bedeutung zu.

CE-Kennzeichnung als europäischer “Reisepass”

Das CE-Zeichen stellt das einzige gesetzlich vorgeschriebene Prüfzeichen in der Europäischen Union dar. Es versteht sich nicht als Qualitätsgarant (“Gütesiegel”), sondern als Herstellererklärung. Der in der EU ansässige Produzent (bzw. der EU-Importeur) bestätigt damit, dass sein Erzeugnis den anzuwendenden EU-Richtlinien entspricht. Diese legen in der Regel Mindestanforderungen bezüglich der Produktsicherheit fest.

Die CE-Kennzeichnung ist zwingende Voraussetzung für die Markteinführung eines entsprechenden Erzeugnisses in der EU. Sie gilt demnach als “Reisepass” für den europäischen Binnenmarkt. Betroffen sind vor allem Produkte mit potenziellen Sicherheitsrisiken wie elektrische Geräte und Maschinen. Aber auch Sportboote, Spielzeug, Schutzausrüstungen etc. fallen in die Kategorie der obligatorischen CE-Kennzeichnung.

Bei einigen speziellen Produktgruppen genügt die Konformitätserklärung des Herstellers zur Erlangung des CE-Prüfzeichens nicht. So erfolgt im Bereich der Medizintechnik eine zusätzliche Prüfung durch in der EU akkreditierte neutrale und unabhängige Organisationen (“Benannte Stellen”). In diesem Fall weist das CE-Logo die vierstellige Kennnummer des entsprechenden Instituts auf.

GS-Zeichen gibt zusätzliche Sicherheit

Das GS-Prüfzeichen basiert – als einziges neben dem CE-Zeichen – ebenfalls auf gesetzlichen Regelungen. Die Anwendung erfolgt jedoch auf freiwilliger Basis. Die weltweit anerkannte Kennzeichnung wurde 1977 in Deutschland entwickelt. Sie stützt sich hauptsächlich auf das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz und soll den Verbraucher bzw. Anwender eines Erzeugnisses vor Gefahren für Sicherheit und Gesundheit schützen.

Der Prüfvorgang stellt sich stringenter als beim CE-Kennzeichen dar. Beim GS-Prüfzeichen erfolgt die Untersuchung eines Produkts immer durch ein unabhängiges Prüfinstitut. Nach der Vergabe des Zeichens kommt es zu regelmäßigen Kontrollen; nach fünf Jahren steht eine neuerliche Prüfung an. Trotz anfänglicher Kontroversen darf ein Produkt neben dem CE- auch das GS-Zeichen tragen.

TÜV-Prüfzeichen sollen Vertrieb fördern

Zusätzlich unterziehen viele Hersteller ihre Produkte und Fertigungsstätten freiwilligen Prüfungen durch private Zertifizierer wie den TÜV. Sie wollen damit kommunizieren, dass ihre Erzeugnisse nicht nur den grundlegenden Sicherheitsanforderungen entsprechen, sondern darüber hinaus qualitative Vorzüge aufweisen. TÜV-Prüfzeichen existieren für verschiedene Bereiche und beziehen sich häufig auf ISO-Normen. Insbesondere im Online-Shopping werden auch diverse TÜV-Siegel als vertrauensbildende Maßnahme im Layout eingebunden. Dabei gibt es auch unterschiedliche Ausbildungen. So kann beispielsweise nur ein externer Payment-Dienstleister des Shops TÜV-zertifiziert sein, oder aber der eigentliche Shop mit einem Safer Shopping Prüfsiegel vom TÜV Süd.

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